Jahresmotto 2010
Lk. 1, 74+75: "... dass wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen."
Dieses Wort ist eingebettet in eine "Geburtsunfähigkeitsgeschichte": Elisabeth und Zacharias waren fromm, unfruchtbar und hochbetagt (V. 6+7). Als Zacharias mit seinem Priesterdienst "an der Reihe war" (V. 8), wurde ihm die ersehnte Nachkommenschaft verheißen V. 12). Das Kind sollte
- groß sein vor dem Herrn (nicht vor der Welt)
- von Alkohol und allem sonst Berauschenden abstinent bleiben
- mit dem Heiligen Geist erfüllt werden
- viele zu dem Herrn bekehren
- in der Kraft des Elia wandeln (d.h. wenn's sein muss auch "einer gegen viele" Stand halten)
- Generationen versöhnen und
- ein Volk für den Herrn bereiten
"Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk. (Gott hat's wirklich getan! Er hat der Menschheit die Erlösung gebracht!)
Und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David, wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten (Das Heil ist aufgerichtet! Die Möglichkeit zur Errettung ist geschaffen! Wir müssen sie nur nutzen! Das Evangelium ist da, damit wir es mit unserem Glauben nutuen.)
Er hat uns errettet von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen (Die sind zwar noch da und bedrohen uns, aber wir können ihnen widerstehen oder entkommen durch den Glauben an das Evangelium!)
Er hat Barmherzigkeit erzeigt unsern Vätern und an seinen heiligen Bund gedacht und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben (Er hat Wort gehalten!),
- dass wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde
- ihm dienten ohne Furcht
- unser Leben lang
- in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen."
Wer sind die Feinden?
Zu den schlimmsten Feinden der Menschheit gehört Abgestumpftheit. Sie ist der Feind guter Sitten, sagte Albert Schweitzer sehr treffend. Am deutlisten zu sehen an der "Bestie Krieg".
Ähnlich schlimm sind kompakte Mehrheiten, die unbedingt ihren Vorteil durchsetzen wollen. Sie stehen jeglicher Wahrheit entgegen (Das kann man z.B. gut an den "Erfolgen" der vergangenen Klimagipfeln sehen.)
Und dann wär da noch die Starrheit in Kopf und Herz, die letztlich zum Tod von Menschlichkeit und Liebe führt.
Wovor Menschen sich fürchten?
Neben Ängsten, wie fast alle Menschen sie kennen, wie z.B. die Angst vor Krankheit oder Ablehnung und neben den zahlreichen Angstörungen bis hin zu Panikattacken, gibt es noch zahlreiche andere Dinge, vor denen Menschen sich fürchten wie z.B.:
- dass andere unsere Erwartungen an die gestellten Aufgaben nicht gut genug erfüllen
- oder vor Menungsverschiedenheiten und Konflikte
- dass man schlecht oder dumm dasteht ("Da-vi-dof")
- oder dass man uns den Vorwurf macht, andere ausgenutzt zu haben
- oder an den eigenen Maßstäben zu scheitern
- vor Langeweile und Eintönigkeit
- vor zu vielen Menschen auf einmal oder vor Menschen überhaupt (Menschenfurcht)
- oder vor Gefühlen und Irrationalität ("Mr. Spok")
- vor Widerständen, die es zu bekämpfen und zu überwinden gilt
- vor komplizierten Beziehungen (oder Beziehung überhaupt)
- als uninteressant, weich oder gar abhängig zu gelten
- dass man gesellschaftliche Anerkennung einbüßt (oder sein Selbstwertgefühl)
- vor Veränderungen, Unordnung oder Chaos
- oder vor der Trägheit, Schwerfälligkeit und Bequemlichkeit anderer (oder auch der eigenen
Lebenslänglich
D.h. mit einer persönlichen Lebensphilosophie durch die unterschiedlichen Phasen des Lebens hindurch "alles, was wir tun mit willigem Herzen tun, als gälte es dem Herrn und nicht den Menschen" (Kol. 3, 23).
In Gerechtigkeit und Heiligkeit
D.h. in der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt! (siehe
hier - weiter unten).
Und Heiligkeit?
Leider kann sich der Mensch Heiligkeit nicht aneignen wie z.B. Muskeln durch hartes Training oder Sonnenbräune, indem man sich der Strahlung aussetzt. Heiligkeit ist eine Frage des Besitzes: Wem gehörst Du? Ganz! Ausschließlich! Exklusiv!
Je mehr einem Menschen klar wird, woran er noch so hängt (z.B. Eigentum, Einkommen, Gesundheit, Wissen, Können, Annsehen, Menschen ...), desto mehr wird ihm deutlich wie viel Heiligkeit er noch nötig hat. Heiligkeit kostet nichts weniger als alles. Das bedeutet Verlust, Schmerz, Verletzung, Leid. Aber niemand kann heilig-heil werden, ohne in das Mysterium des Leids gestürzt worden zu sein. Und das beginnt bereits mit der Geburt.
Also Jesus Christus spricht: "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!" (Johannes 14, 1)