Tipps zur Anbetungsleitung
Das Ziel von Lobpreis und Anbetung ist, dass eine Begegnung mit dem lebendigen Gott zustande kommen
Was ist hinderlich?
- Fehlende geistliche Vorbereitung, selbst wenn die musikalische noch so gut ist.
- Fehlende Demut. (Wenn man glaubt, dass man gut ist, dann kann man seine Performance in einer Art und Weise geben, die Aufmerksamkeit auf sich statt auf Gott zieht. Anbetung leiten ist nicht ein Solo geben oder sein Können zur Schau stellen. Selbst die wunderschön singenden Cherubim in der Gegenwart Gottes halten sich bedeckt.)
Was ist zuviel? Was zu wenig? (Praktische Tipps, um das richtige Maß zu finden)- Der Anbetungsteil ist zu lange. (Nach 15 Minuten steigen die ersten schon wieder aus.)
- Die Versammlung muss zu lange stehen. Nach 15 Minuten langt's den meisten Leuten.
- Zu viele Unterbrechungen (Reden zwischen den Liedern wird oft als Unterbrechung empfunden.)
- Fehlende oder unklare Leitung (Menschen brauchen es, dass ihnen der, dem sie sich anvertraut haben, sagt, was von ihnen erwartet wird. Das schafft Sicherheit. Und diese erst ermöglicht Beteiligung. Also bitte klare Ansagen!)
- Fehlender Inhalt und Sinn in den verschiedenen Anbetungsformen (Menschen müssen immer wieder erinnert werden, warum sie applaudieren, stehen, klatschen, Hände heben usw. Eine Anbetung ohne inhaltliche Sinnfüllung sollte uns suspect sein.)
- Fehlende Rücksicht auf die fehlende Erfahrung der Versammelten. (Sicherstellen, dass auch der letzte mit kann.)
- Lieder zu wenig oder zu oft wiederholt (Die meisten Menschen brauchen zwei oder drei Wiederholungen als Identifizierungszeit, um innerlich mitgehen zu können. Zu viele Wiederholungen allerdings nerven, außer die Versammlung ist nicht zu bremsen.)
- Zu eintönig in der Dynamik (laut - leise, schnell - langsam, lang - kurz)
- Zu viel Instrumentation (Instrumente sollen dienen, nicht treiben!)
- Zu viele neue Lieder (Eins reicht meistens.)
- Fehlende Texte zum Mitsingen (besonders bei neuen Liedern).
Andere häufige Fehler:
- Mehr auf das Leiten als auf Gott konzentriert sein. (So verpasst man selbst den Fluss der Anbetung und die Versammlung kann dem Anbetungsleiter nicht in die Anbetung folgen.)
- Geschlossene Augen (So sieht man nicht, wo die Versammlung steht und kann sie nicht abholen.)
- Eine schlechte Auswahl der Tonlage (Wenn die Melodie zu hoch ist, müssen sich die Leute anstrengen, die Note zu treffen, statt den Herrn.)
- Mangelnde Koordination der Musiker, was Wechsel, Wiederholungen etc. betrifft. (So kann keine gefällige Symphonie der Einheit zustande kommen.)