Rene Schmidt

Als ich vor einige Jahren zu Jesus kam, lebte ich ziemlich isoliert in einem Keller, arbeitete als "Lumpensortierer" in einem Recyling-Betrieb für viel zu wenig Geld. Dafür trank ich regelmäßig Alkohol und geredet hab' ich so gut wie gar nichts. Mittlerweile ist vieles anders geworden.

Am Anfang des Jahres 2010 stand mir ein Bild vor Augen: In diesem Jahr kommt das Dach auf das Haus, das Gott mit mir gebaut hat. Ich wusste zwar noch nicht, wie das aussehen soll, aber mir kam das Wort Seelsorge vermehrt in den Sinn. Man lachte und spottete, als ich das sagte. Das ging mir sehr nahe. Aber es hielt mich nicht davon ab, dran zu bleiben, denn Gott hat etwas Gutes mit mir vor und da glaube ich ganz fest daran.

Dann verkündete die "Immanuel Gemeinde Landshut", dass IGNIS die Durchführung eine Seelsorgerschulung plant und da war mir klar, dass ich da mitmachen soll. Nun konnte mich niemand mehr abbringen.

Mit dem Jahr 2011 kam die Zusage vom Herrn, dass ich auf einer Goldenen Straße unterwegs bin. Das erste Indiz dafür war, dass ich den 1. Platz beim "Sucht-Lauf" in Landshut belegte. Dann bekam ich meinen Führerschein wieder nachdem ich die MPU beim ersten Anlauf bestand. Ein väterlicher Freund sagte in der Zeit mehrmals zu mir, dass ich gut mit dementen Menschen umgehen könne bzw. dass er sich das gut vorstellen könne. Er hat dann seinen Kontakt zum Caritas Altenheim Vilsbiburg genutzt und einen Vorstellungstermin für ein Praktikum ausgemacht. Ich nahm den Termin wahr und bekam das Praktikum.

Nun suchte ich nach einer begleitenden schulischen Ausbildung. Erst sah es so aus als ob da nix draus wird, aber dann kam ein Anruf über ein Angebot der Ausbildung zum Betreuungsassistenten. Zwei Tage vor Schulbeginn war es dann so weit: Wir sind zwar nur vier Schüler in dieser Klasse, aber ich kann die anderen mitreißen und von meinen Erfahrungen mit Jesus berichten. Auch im Altenheim konnte ich einige Damen und Herren ermutigen, an Jesus festzuhalten und mit ihnen beten, dass die Zweifel verschwinden.

Mein sehnlichster Wunsch ist es, mit Jesus Menschen zu helfen. Diesen Wunsch habe ich schon sehr lange und jetzt beginnt er, sich zu erfüllen. Ich danke Gott, dem Vater, Jesus, dem Sohn und dem Heiligen Geist, durch den ich noch geistig fit bin und glauben kann, dass Gottes Wort auch in meinem Leben zur Erfüllung kommt.


Gemeindepraktikum

Stefan Hofmann

Im Rahmen meiner Ausbildung musste ich im Herbst 2009 für 6 Wochen in einer Gemeinde mitarbeiten. Durch gute Kontakte hatte ich das Glück, mein Praktikum in der Gospelgemeinde Vilsbiburg zu absolvieren. Meine Familie wohnt noch in der Umgebung von Vilsbiburg, was mir einige angenehme Vorteile während dieser Zeit verschaffte. Unter anderem konnte ich das Auto meiner Schwester nutzen und bei meiner Mutter wohnen.

Einen großen Teil der Zeit verbrachte ich mit der Organisation der Jugenddisco "Unique" im JUZ. (mehr dazu hier) Neben einigen Treffen mit Johannes Livelli und Herbert Ruffer, deren Inhalt verschiedene geistliche, praktische und theologische Themen waren, konnte ich Tobi in der Jugendarbeit unterstützen. Als kleines Projekt fertigten wir mit den Teenagern Trinkgefäße aus Kokosnussschalen an. Diese wurden zuerst geschliffen und später in mehreren Schichten lackiert. Es war eine große Freude für mich fast jeden Freitag mit den Jugendlichen zusammen zu sein und verschiedene Dinge zu unternehmen.

An einem Samstag fuhren Tobias, Vanessa zwei Jugendliche und ich zum Jugendgottesdienst von Call 4 Fire, einem aufstrebenden Netzwerk verschiedener Jugendgruppen aus Passau, Deggendorf und Landshut.

Gegen Ende meines Praktikums gab es dann endlich das große High Light, "Unique" - die Jugenddisco. Im Vorfeld war viel Arbeit zu tun: Briefe schreiben, Räumlichkeiten finden, einen DJ organisieren, Catering auf die Beine stellen und kräftig die Werbetrommel rühren, um nur einige Beispiele zu nennen. Es tat gut, dabei auf die Hilfe von Tobi, Vanessa und einigen anderen zählen zu können. Einen ausführlichen Bericht darüber und Bilder findet ihr, wenn ihr auf die Links klickt.

Zum krönenden Abschluss durfte ich am letzten Sonntag meines Praktikums die Predigt im Gottesdienst halten. Sie bildete den Abschluss der Reihe "Berufen und Gesandt".

Die Gemeinde war insgesamt sehr dankbar und wollte mich eigentlich nicht mehr gehen lassen. Im Rückblick kann ich sagen, dass es eine sehr bereichernde Zeit für mich war. Ich konnte vieles lernen und mich an vielem Neuen ausprobieren. Ganz besonders schätze ich die Anleitung von Johannes Livelli, der mir in dieser kurzen Zeit ein guter Mentor und Begleiter war. Auch möchte ich mich bei der ganzen Gemeinde für die schöne Zeit bedanken und hoffe bald wieder, wenn auch als Wochenendbesuch, kommen zu können.

Stefan Hofmann


Wie in dem Buch "Die Hütte - ein Wochenende mit Gott"

Die Hütte - ein Wochenende mit Gott

Ungefähr im letzten Drittel meiner Therapiezeit verfestigte sich in mir der tiefe Eindruck, dass Gott mich an einem der nächsten Donnerstage nachmittags um 15 Uhr in der Kirche am Klosterberg treffen möchte. Nun wusste ich erst nicht welcher Donnerstag gemeint war und so musste ich mich behutsam herantasten. Ich hatte bereits angefangen das "12-Schritte-Programm" der AA anhand des Handbuchs "Endlich leben!"durch zu arbeiten. In der Woche, in der ich bei "Schritt 5: Endlich dazustehen" war, spürte ich, dass es der kommende Donnerstag sein musste. Ich besorgte mir also den Schlüssel und betrat pünktlich am Donnerstag, den 24. September um 15 Uhr die Kirche. Wie es ist, wenn man betet und plötzlich spürt man etwas, das sich so anfühlt, als würde Gott den Raum betreten, wusste ich schon. Das hatte ich bereits mehrmals erlebt. Aber jetzt war ich vom ersten Moment an von einer Präsenz überwältigt, die ich zwar kannte, aber von der ich nicht dachte, dass sie schon auf mich wartete.

Ich spürte unverzüglich die Anwesenheit Gottes, er hatte schon auf mich gewartet, wie in dem Buch "Die Hütte". Ich war sofort von dieser Liebe überwältigt und musste weinen. Alle meine Härte, Bitterkeit, meine Übertretungen und Versagen standen mir vor Augen und ich konnte jede einzelne bereuen. Schon lange konnte ich nicht mehr so fühlen. Lange Zeit war ich in meinem Herzen eingeschlossen, oder wie in den Narnia-Erzählungen von C.S. Lewis in einem Eispalast eingefroren. Aber hier und heute geschah etwas in mir, mit mir.

Unzählige Begebenheiten kamen mir in Erinnerung von Klein auf bis in die jüngste Gegenwart. Und plötzlich war es, als würde Gott zu mir sagen: Herbert, immer wieder hat man dir gesagt "Fühl' nicht so!" oder "Fühl' gar nicht!" (Nur ein Beispiel zur Verdeutlichung: Ich kam mehrmals zu meinem Vater und sagte ihm, dass ich Angst vor der Dunkelheit hatte, worauf er nur meinte, ich solle keine Angst haben, dafür gäbe es keinen Grund. Statt als Vater seinem Sohn zur Seite zu stehen und zu fragen, was mich an der Dunkelheit so schrecken würde und mir anschließend Trost, Zuversicht, Mut und Kraft zuzusprechen, gab er mir die Botschaft: "Fühl' nicht so!" Das zog sich wie ein Faden durch mein Leben und so verschloss ich mich zunehmend vor meinen Gefühlen, wurde "fühl-unfähig".

Und jetzt war da Gott, der diese tiefe Wunde anrührte. Ich kann gar nicht sagen, wie zu tiefst weh das tat und wie tief das saß. Ich lag auf dem Boden und weinte laut und wälzte mich vor Schmerz. Ich wusste Minuten lang nicht, wohin mit mir und wand mich vor Seelenqual. Und dann war gut. Ich beruhigte mich schnell und spürte, wie ein tiefer Friede in mein Inneres einzog. Ich spürte Vergebung: Mir waren meine Sünden vergeben worden und auch ich konnte vergeben, all denen, von denen ich mich in meinen Gefühlen abgewiesen empfand. Ich saß auf dem Boden dieser kleinen Kirche, das Kreuz vor meinen Augen und lachte vor Erleichterung. Welch ein Schmerz! Der nun von mir gewichen war. Ich fühlte mich als könnte ich fliegen. Ich begann zu singen, anzubeten, Minuten lang wollte es in mir nicht mehr aufhören. Ein selige Gefühl! Schon lange hatte ich so nicht mehr gefühlt, überhaupt nicht mehr gefühlt. Und jetzt konnte ich es wieder.

Ich glaube, das war das Intensivste, das ich seit Langem ganz persönlich und privat mit Gott erlebt habe. Diese Befreiung meines Gefühlslebens in dieser Intensität hat noch Tage angehalten und dann ist es auf ein gutes Maß an Empfindsamkeit zurück gegangen. Das allerdings hat sich gehalten bzw. und es gelingt, es aufrecht zu erhalten bis heute. Ich bin Gott so dankbar. Hier findet Ihr einen sehr bekannten Psalm, den ich einige Tage danach las und meine "Verdichtung" dazu.


Kann Gott wirklich heilen?

An einem Sonntagmorgen erledigte sich für mich persönlich diese Frage. Ich kann jetzt bezeugen: JA ! ER KANN WIRKLICH HEILEN !!! An jenem Tag hatte ich es an meinem eigenen Körper erfahren! Ich kann nur sagen, wenn wir es Gott erlauben und ihm glauben, dann gibt er uns sehr viel, wie sich für mich später herausstellen sollte.

Fast 10 Jahre begleiteten mich Schmerzen in der linken Schulter, welche bis zum Oberarm und in die Finger ausstrahlten. Es tat so weh, dass ich meinen linken Arm fast gar nicht mehr einsetzen konnte. Viele Orthopäden, Neurologen, Psychologen, Physiologen und Masseure, alles an Ärzten, was man sich nur denken kann, und keiner konnte helfen oder fand etwas. Aber die Schmerzen waren da. Es war wirklich zum verzweifeln. Ich dachte schon daran, mir den linken Arm einfach abzuhacken, da ich meinte, dies wäre leichter zu ertragen als die andauernden Schmerzen und Beeinträchtigungen.
von Gott geheilt
Ich wurde als Simulant abgestempelt und fast 5 Jahre lang psychotherapeutisch behandelt, da sich starke Deppressionen einstellten. Aber alle Therapien, Tabletten und Massagen halfen nicht. Auch meine Gebete zum Herrn schienen bislang ohne Wirkung zu sein. Und dann, an einem Sonntagmorgen spürte unser Pastor, Herbert Ruffer, die Anwesenheit des Heiligen Geistes so stark, dass er uns aufforderte, für die Heilung unserer Krankheiten zu beten. Er bat uns, die Hände auf die Stellen zu legen, wo wir Schmerzen verspürten. Ich kann mich noch erinnern, dass ich in dem Moment dachte: "Gott heilt, aber ausgerechnet mich?"

Ich entschied mich, dass ich mich auf einen weiteren Versuch einlassen wollte, schloss meine Augen, hielt meine rechte Hand auf den schmerzenden Oberarm und fing an, um Heilung zu beten. Ich merkte noch, wie es um mich irgendwie ganz "leicht" wurde und ich ein ganz ruhiges Gefühl bekam. Ich merkte plötzlich, dass mein Gebet, dass ich im Kopf hatte, nun auch in meinem Herzen war und ich glauben konnte. Mich vollkommen hinzugeben, fiel mir seltsamer weise recht leicht.

Am nächsten Morgen bemerkte ich, dass ich ungewohnter Weise eine Kaffeetasse aus dem Schrank nehmen konnte. Es war, wie wenn auf einmal der linke Arm, wie neu zu leben begann und ich damit wieder Arbeiten verrichten konnte. Ich wunderte mich zwar, hatte aber nicht an das Gebet um Heilung gedacht. Bis es mir wie ein Blitz durch meinen Kopf schoss und es mir klar wurde: GOTT HAT MIR GEHOLFEN UND MICH GEHEILT ! ! !

Ich hatte das Gebet fast vergessen. Irgendwie war ich wie betäubt und konnte es kaum glauben. Und immer wieder kam mir der Gedanke: "Ich wurde geheilt! Ausgerechnet ich! Unfassbar!" Ich musste herausfinden, ob ich mir das nicht alles einbilde. Um eine Bestätigung der Heilung zu haben, machte ich jetzt alles bewusst mit dem linken Arm, was vorher gar nicht mehr ging. Und ich kam zu einem wunderbaren Ergebniss: DER HERR JESUS CHRISTUS HAT EIN WUNDER AN MIR VOLLBRACHT ! Er hat mich geheilt und meinem Arm die Schmerzen genommen und ihm die Kraft wiedergegeben!

HALLELUJA !!! Lobet den Herrn, Brüder und Schwestern! Und betet im Glauben an den Allmächtigsten, denn er ist gnädig und barmherzig mit uns!

In der Liebe Jesu
Eure Gabi Stricker