Geistliche Zeugung

eine Eizelle wird befruchtet

Gottes Wort schreibt die leibliche Entstehung von Kindern dem Zeugungswillen des Fleisches und des Mannes zu. "Die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind" (Jh. 1,13). Auf diese Tatsache aufbauend, sagt der Vers weiter, dass die Entstehung geistlichen Lebens dem Zeugungswillen Gottes entspringt. Es ist also Gott, der geistliches Leben zeugt, er-"zeugt".

Was passiert eigentlich bei einer Zeugung?

Der Same des Zeugungsfähigen und -willigen trifft auf eine empfangsbereite Eizelle, dringt in diese ein und schon beginnt im Verborgenen das neue Leben zu wachsen.

Was sind nun übertragen auf die geistliche Zeugung der Same und die Eizelle?

Paulus schreibt an die Korinther: "Hättet ihr nämlich auch ungezählte Erzieher in Christus, so doch nicht viele Väter. Denn in Christus Jesus bin ich durch das Evangelium euer Vater geworden." (1.Kor. 4,15) Hier haben wir also den Samen Gottes, der neues geistliches Leben zum Entstehen bringt. Jesus bestätigt diesen Gedanken. In seiner Auslegung des Gleichnisses vom vierfachen Ackerfeld, bei dem es ja auch um die Entstehung von neuem, fruchtbaren Leben geht, sagt er deutlich: "Der Samen ist das Wort Gottes." (Lk. 8,11) Das Matthäus-Evangelium definiert dieses Wort, das ausgesät wird, als das "Wort vom Reich" (Mt. 13,19), d.h. von der Herrschaft Gottes über den Menschen.


Der genetische Code

die Doppel-Helix

Sowohl der menschliche Same als auch der Same, der auf den Acker gesät wird, trägt in sich alle Informationen, die nötig sind, um genau das zu werden, was er werden soll. Das ist der genetische Code in den sogenannten DNS- oder RNS-Molekülen. Diese Informationen hat Gott, der Schöpfer, in den jeweiligen Samen hineingelegt. Auch der geistliche "Same" besteht aus Informationen, die Gott in ihn hineingelegt hat. Welches nun sind die einzelnen Informationen, die Gott in das Evangelium bzw. das "Wort vom Reich" hineingelegt hat? Eine sehr kompakte Antwort geben uns die in der Apostelgeschichte aufgezeichneten Predigten von Petrus. Sie zeigen eine Art Strickmuster für eine Verkündigung, die neues Leben "zeugt, er-"zeugt". Schauen wir einmal in die erste Predigt von Petrus hinein:

Apg. 2,14-36: "Da trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte! Diese Männer sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist ja erst die dritte Stunde am Morgen, sondern jetzt geschieht, was durch den Propheten Joël gesagt worden ist: In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben, und eure Alten werden Träume haben. Auch über meine Knechte und Mägde werde ich von meinem Geist ausgießen in jenen Tagen, und sie werden Propheten sein ... Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wißt - ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde ... Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen. Nachdem er durch die rechte Hand Gottes erhöht worden war und vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen hatte, hat er ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört. David ist nicht zum Himmel aufgestiegen; vielmehr sagt er selbst: Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße. Mit Gewißheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt."

In diesem Abschnitt sehen wir:

Diese Worte drangen den Zuhörern "mitten ins Herz" (Vers 37) - Empfängnis - und ca. 3000 haben sein "Wort angenommen" (Vers 41) - Empfängnis. Sie ließen sich taufen und wurden zur Gemeinschaft der Gläubigen hinzugetan. Schauen wir uns die nächste Predigt von Petrus an:

Apg. 3,11-21: "Da er sich Petrus und Johannes anschloß, lief das ganze Volk bei ihnen in der sogenannten Halle Salomos zusammen, außer sich vor Staunen. Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Israeliten, was wundert ihr euch darüber? Was starrt ihr uns an, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann? Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen. Und weil er an seinen Namen geglaubt hat, hat dieser Name den Mann hier, den ihr seht und kennt, zu Kräften gebracht; der Glaube, der durch ihn kommt, hat ihm vor euer aller Augen die volle Gesundheit geschenkt. Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde. Also kehrt um, und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen läßt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias. Ihn muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat." Weitere 2000 "wurden gläubig" und ebenfalls der Gemeinde hinzugetan (Apg. 4,4). Das geschah in Jerusalem. Die Zuhörerschaft des Petrus bestand dort vorwiegend aus Juden. Was und wie hat Petrus bei den Heiden gepredigt, z.B. im Haus des Kornelius? Schauen wir uns diese Stelle mal an:

Apg. 10, 34-43: "Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller. Ihr wißt, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet. Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen: Das ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt." Resultat: "Kornelius, seine Verwandten und seine nächsten Freunde" (Vers 24), - und "viele Menschen" - (Vers 27) kamen zum Glauben, wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, getauft und der Gemeinde hinzugetan. Es ist deutlich zu sehen, dass das "Zeugnis" des Apostels Petrus die Kraft hatte, neues Leben zu "zeugen".

Das war ja auch von Jesus so verheißen worden: "Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde." (Apg. 1,8) Die Kraft, neues Leben hervorzubringen, kommt also vom Heiligen Geist, den jeder Gläubige empfangen soll.


Das "Foursquare-Evangelium"

Petrus hat also Jesus verkündet, Foursquare-Logo

Das scheint demnach die genetische Information zu sein, die geistliches Leben "Zeugen, er-zeugen" kann. Und diese Information muss auch in unserem Zeugnis sein.

Weil Jesus das Leben ist. Er selbst sagt: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Joh. 11, 25)

Johannes, der Täufer bezeugt: "In ihm war das Leben ... Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden." (Joh. 1, 4-12)


Auf die Zeugen-Aussage vorbereiten

Petrus fordert uns auf: "Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt." (1. Pet. 3,15)

Jeder Christ soll in der Lage sein, eine klare "Zeugen-Aussage" über Jesus Christus zu machen,


Fragen an das eigene "Zeugnis":
Jesus bezeugen

Vielleicht musst Du jetzt Deine persönliche "Zeugen-Aussage" so überarbeiten, dass die "genetischen Informationen" über Jesus Christus darin enthalten sind. Dann mach' das. Beginne noch heute damit. Am besten schriftlich. Und dann gib dieses "Zeugnis" einfach mal im nächsten Gottesdienst, wenn Du das gern möchtest.

Mein Beispiel:

1978 habe ich mir durch eine verschleppte Erkältung eine Lungen-TBC zugezogen. Die Röntgenaufnahmen zeigten mehrere Löcher in der Lunge, eines hatte die Größe eines 5-Mark-Stückes. Ein Pastor bot mir an, mir die Hände aufzulegen und für mich im Namen Jesu um Heilung zu beten. Ich habe damals nichts besonderes gespürt, aber einige Tage später, als ich im Krankenhaus nochmals untersucht wurde, war von der TBC und den Löchern keine Spur mehr zu finden. Jesus hatte mich geheilt. Einige Jahre vorher bin ich Jesus als Erlöser begegnet. Als ich ihn mit einfachen Worten darum bat, mir meine Sünden zu vergeben, tat er das. Damals habe ich etwas gespürt. Eine Riesenlast ist von meinem Herzen weggenommen worden und eine Freude, wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte, erfüllte mein Inneres. Ich war wie von neuem geboren. Sofort war mir klar, dass dieser Jesus tatsächlich existiert, dass er von den Toten auferstanden ist, dass er lebt und dass sein Tod für mich am Kreuz eine reelle Gültigkeit besitzt. An diesem Tag habe ich mein Leben Jesus übergeben.

Seither ist Jesus mein Herr. Er bestimmt mein Leben. Später hat er mich mit dem Heiligen Geist erfüllt. Er gibt mir täglich Kraft, mit ihm zu leben und ich freue mich auf den Tag, an dem er wiederkommt. Bis dahin erzähle ich jedem, was Gott in meinem Leben getan hat. Denn Gott möchte, dass jedem geholfen wird und jeder die Wahrheit erkennt. Hast Du Jesus auch schon persönlich kennen gelernt? Möchtest Du das? Darf ich für Dich beten, dass das passiert?