Definiert durch die Gnade Gottes
Wenn man Menschen fragt: Wer bist Du? oder: Wer oder was definiert Dich? oder: Wodurch und über was definierst
Du Dich selbst? erhält man ganz unterschiedliche Antworten, z.B.:
- Thomas Schaaf (Trainer des SV Werder Bremen): "Ich definiere mich nicht allein über Titel."
- Till Brönner (deutscher Jazz-Trompeter, -Sänger und - Komponist): "Ich definiere mich über Inhalte."
- Max B. (aus dem Death- und Black Metal Genre): "Ich definiere mich an der Musik, die ich höre und mache."
- Michelle (im hilferuf.de-Forum): "Ich definiere mich über die Klamotten, die ich trage."
- Johanna, 20 (Borderlinerin): "Ich definiere mich über das, was andere Leute über mich sagen."
- Alexander S. (langjähriger Alkoholiker): "Ich bin definiert durch meine Taten. Worte ändern daran nichts."
- W.P. (Opfer eines sexuellen Missbrauchs): "Ich definiere mich nun mal durch das, was mir angetan worden ist. Ich kann nicht anders."
- Olaf D. (Techniker und Literat): "Ich definiere mich über das, was ich für andere sein kann, wie ich anderen helfen, für sie da sein und gut zu ihnen sein kann."
- Cate Blanchett (Schauspielerin): "Eigentlich definiere ich mich überhaupt nicht gern. Das hat so etwas Endgültiges."
- Tom Cruise (Superstar): "Ich bin immer derselbe. Aber ich definiere mich jeden Tag neu."
- Keanu Reeves (Matrix-Held): "Ich bin immer noch dabei, herauszufinden, wer ich sein will."
Gnade ist, wenn ich dort hin gebracht worden bin, wo ich von mir aus niemals hätte hinkommen können, wie z.B. vom Christenverfolger zum Heiden-Apostel.
Was sagt die Gnade über Dich?
Zu allererst, dass Du ein Kind Gottes geworden bist. In Joh. 1, 12 heißt es: "Die
ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden."
Das Wort Recht im griech. heißt exousia und bedeutet: Befugnis, Fähigkeit und Kraft.
Die praktische Konsequenz dieser Gnade lautet: Ein Kind braucht sehr viel Liebe,
Aufmerksamkeit und Verständnis. Aber auch eine würdevolle Erziehung zu
Respekt, Ordnungsliebe, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Pflichterfüllung.
Das scheibt Paulus in Tit. 2, 11: "Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes
allen Menschen. Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden
zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben."
Das Ganze noch ein wenig praktischer
Respekt:
- Gewöhn' Dir abfällige Bemerkungen ab! Denn auch wenn sie noch so scherzhaft gemeint sein mögen, sie verletzen meist doch die Gefühle des andern.
- Denk' von Dir selbst nicht besser als vom andern. ("Der Höhergestellte ist immer der andere." (Afsa Wossen Asserate)
Ordnungsliebe:
- Räum' Dein Zimmer auf! Es geht immer vom Kleinen zum Großen.
- Beteilige Dich am Aufräumen und Ordnunghalten in den andern Zimmern! Auch die Ordnung des andern muss Dir ein Anliegen sein.
- Räum' Dein Leben auf! (innen und außen)
- Räum' Deine Beziehungen auf! (Das ist das Schwierigste.)
Disziplin:
Ohne Disziplin kann kein Ordnungszustand aufrecht erhalten werden. Ohne den zielgerichteten Einsatz von Energie wird sich in einem geschlossenen System der Grad der Ordnung verschlechtern. (2. Thermodynamischer Hauptsatz)
- Verlier' nicht die Kontrolle! (Krieg' lieber rechtzeitig genug die Kurve! Sonst wird's 'ne Katastrophe.)
- Übe Dich in Mäßigung! (Wer das kann, kann viel Freiheit genießen, aber wenn Du das nicht kannst, dann ...)
- Übe Dich im Verzicht! (... bevor das, was Du nicht beherrschen kannst, Dich beherrscht.)
Verantwortungsbewusstsein:
- Trau' Dich was!
- Stell' Dich den Fragen! (nicht zwingend allen Anforderungen)
- Steh' grade! (für die Konsequenzen Deiner Entscheidungen, Worte und Handlungen)
- Sorge dafür,dass die Entwicklung Deines Lebens im gewünschten Rahmen verläuft!
Pflichterfüllung:
- Definiere Deine drei ersten Pflichten! (Treue, Klugheit, Rechenschafts-und Dienstbereitschaft sind es z.B. für Haushalter bzw. Verwalter, die von Gott eingesetzt sind.)
- Beweise eine gute Moral und tu Deine Pflicht! (D.h. tu das Ge-SOLL-te, das moralisch Geforderte und vor allem das, was Du versprochen hast!)
Bitte um Gnade!
Vielleicht merkst Du jetzt, dass Du Gnade brauchst. Wenn Du manche Dinge bis heute nicht auf die Reihe bekommen
hast, dann brauchst Du Gnade, heilsame Gnade, damit sie Dich dort hin bringt, wo Du bis heute nicht hast hin kommen
können. Dann bitte um diese Gnade! Wende Dich an Jesus und sag: "Jesus, bitte mach' mich zu einem Menschen der z.B.
sein Zimmer aufräumt."
Wie Paulus kannst auch Du dann sagen: "Ich definiere mich durch die Gnade. Denn durch
die Gnade bin ich, was ich bin. Und Gottes Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen. (1. Kor. 15, 10) Und die
heilsame Gnade Gottes ist mir erschienen und sie erzieht mich. (Tit. 2, 11)"
Gemeindemotto 2009
Diese beiden Verse, glaube ich, werden das Leitmotto für die Gospelgemeinde in 2009 sein:
"Durch die Gnade bin ich, was ich bin. Und Gottes Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen." (1. Kor. 15, 10)
"Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen. Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen
Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben."(Tit. 2, 11)