Gemeinde-Mitgliedschaft (2009)

Keine Cllub-Mitgliedschaft

Das ist keine Mitgliedschaft wie in einem Fitness-Club, wo man sich zuerst ganz motiviert einschreiben lässt und gerne seine Beiträge bezahlt. Man fängt ganz begeistert ann und "missioniert" jeden, den man trifft. Aber nach dem stark anfangen, folgt meist das stark nachlassen, zwar unter vielen Ausreden, aber dennoch geht man immer weniger hin. Aber aus dem schlechtem Gewissen heraus bezahlt man die Beiträge noch weiter. Doch schlussendlich kündigt man dennoch.

Die Mitgliedschaft in einer Gemeinde ist von anderer Art. Das ist eine Mitgliedschaft wie in einem Leib. Paulus schreibt an die Römer: "Wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied, und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist." (Röm. 12, 4-6a)

Das ist der Text, der als Stimme des neuen Lebens im Evangelium zu uns spricht. Er redet von der Absciht Gottes, uns aus der Entfremdung in eine gesegnete Gemeinschaft zu bringen.

Als Mitglied im Leib Christ kann sich keiner selbst eingeschrieben, sondern wir werden von einem andern eingeschrieben. (siehe Luk. 10, 20) Gemeindemitgliedschaft ist ein von Gott verfügter Bund. (siehe 1. Kor. 11, 25)

Im Leib Christi kann man kein Teil von etwas sein, an dem man nicht teilnimmt. Da gibt es nicht den Kult einer eingeschriebenen "Bodybuilder-Elite", sondern Leib Christi ist eine Bewegung von allen, die dazu gehören. Wenn sich was bewegen soll, dann ist immer der der ganze "Body" gefordert.


Gnade nicht einseitig verstehen

Keine Cllub-Mitgliedschaft

Es gibt eine begnadigende Gnade für ein Leben unter dem gebotenen Mindeststandard, aber das ist das alte Leben. Es gibt jedoch auch eine erhebende Gnade für ein Leben über das Mindeste hinaus. Es gibt eine Gnade um mehr zu sein (siehe 1. Kor. 15, 10), das ist das neue Leben. Auf diese Gnade gilt es, seine ganze Hoffnung zu setzen (1. Pet. 1, 13)

Der Mindeststandard:

Oder mit anderen Worten: Das ganz normale Christenleben


von Gott eingegliedert als Glied am Leib Christi

für Dich: um Gottes Plan für Dein Leben zu finden, zu verstehen und zu verfolgen

für andere: um zu wachsen und zu reifen (weiter im Herzen, schneller im Befolgen und besser im Dienen)

für Gott: um seine Aufgabe erfüllen zu können und Gott Ehre zu machen

um zu werden, zu was Christus Dich schon gemacht hat:

Gottesdienst-Teilnahme Um ein Teil am örtlichen Leib Christi sein zu können, brauchst Du ein Bewusstsein der Zugehörigkeit, regelmäßige Teilnahme am Gemeindeleben, etwas Zeit, um Liebe, Annahme und Vergebung auch zum Ausdruck zu brinen (siehe 1. Pet. 1, 22 und Röm. 15, 7)

Die Wirkfaktoren sind Teil-Habe und Teil-Nahme.

Aber das ist keine Einbahnstraße. Man kann sich nicht nur dienen lassen, sondern man muss auch selbst einen Dienst verrichten. Man kann nicht nur nehmen, sondern ist gefordert, die eigenen Mittel einzubringen. (siehe 1. Pet. 4, 1 und 2. Kor. 9, 7+8)


Mitgliedschaft

Erst durch eine Mitgliedschaft bekommt man Zugang zum verantwortlichen Dienen (das ist das Vorrecht)

Es geschieht dann eine Metamorphose: vom Konsumenten zum Investor (Dann geht es nicht mehr bekommen und haben, sondern um geben.)

Aber Achtung! Echte Nähe wird möglich! (Wegen der Verbindlichkeit ist jetz die Möglichkeit gegeben, Rechenschaft über seine geistliche Reise abzulegen.)

Vorraussetzung: Willigkeit

Fazit:

Echte Gemeindemitgliedschaft bedeutet, seine Leidenschaften, seine Fähigkeiten, seine Mittel und Beziehungen für Gott und seine Sache einzusetzen. Oder mit anderen Worten: Gott das Beste seines Lebens zu geben.

Gemeindemitgliedschaft (2008)

Toms fragt sich

Eine Frage, die sich immer wieder stellt, wenn jemand Mitglied einer Ortsgemeinde werden will, ist: Was wird eigentlich von einem Gemeindemitglied erwartet? Was sind die Mindestanforderungen? Was sagt die Satzung? Was sagt das Glaubensbekenntnis der Denomination? usw. Die weitaus wichtigste Frage jedoch ist: Was sagt eigentlich Gottes Wort dazu? Was haben die Apostel diesbezüglich gelehrt? Und wie haben sie das gehandhabt?

Die Frage, was von einem Gemeindemitglied erwartet wird, erklärt sich am besten aus dem Verständnis, was eine Gemeinde eigentlich ist. Heutzutage versteht man unter Gemeinde meistens eine kirchliche Organisationsform, einen Verein, einen Verband, eine Körperschaft oder Denomination. Im Neuen Testament hingegen wird Gemeinde keineswegs so verstanden, sondern Gemeinde ist Organismus statt Organisation, Leib statt Körperschaft, Familie statt Verein/Verband o.dgl.

Paulus schreibt in Eph.2, 19-22: "So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN, auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist."

Dieser Vers beantwortet zunächst die Frage:



Was hat man davon, ein Gemeindemitglied zu sein? Taufe im Schwimmbad
    Ein Gemeindemitglied ist
  1. kein Gast mehr (obwohl es das wahrscheinlich einmal war)
  2. kein Fremdling mehr (muss sich nicht mehr fremd fühlen)
  3. ein Mitbürger der Heiligen (ein Mitbesitzer der gleichen Rechte und Pflichten wie sie die Heiligen haben, das sind die, die zu Gott gehören und ihm ganz gehören)
  4. ein Hausgenosse Gottes (zuhause, wo auch Gott zuhause ist)
  5. ein "Tempelteil" (eine der Adressen Gottes unter den Menschen)
  6. ein "Behausungsteil" (ein Teil des Ausdrucks der großen unsichtbaren Familie Gottes, die an einem bestimmten Ort für die Menschen im Umfeld sichtbar wird, quasi ein Schaufenster Gottes im Wohnviertel)


Wie wird man ein Gemeindemitglied? Claudia fühlt sich wohl

  1. Buße: Das ist der gründliche Abschied von einem Lebenstil ohne Gott bzw. auch gegen Gott, der durch ein eindeutiges Sündenbekenntnis zum Ausdruck gebracht wird.
  2. Glaube: Das ist die Anrufung Jesu Christi um die Vergebung der Schuld und Sünde, die Reinigung von der Vergangenheit und die Bitte um ein neues Leben, um es mit ihm und unter seiner Herrschaft zu leben.
  3. Taufe: Das ist die öffentliche Dokumentation der Verabschiedung des alten Lebens (Begräbnis) und des Eintritts in ein neues Leben unter der Regie Gottes (Bund).
  4. Geistempfang: Das ist die göttliche Bestätigung der Gültigkeit der vorangegangen Elemente der Christwerdung und die Ausstattung mit Kraft zu einem Leben als Christ.


Was kann von einem Gemeindemitglied erwartet werden?

Was sich liebnt, das neckt sich Wer ein Mitglied der Familie Gottes geworden ist, der hat den Geist des Familienoberhauptes empfangen und der will sich durch die Mitglieder der Familie ausleben. Das schaut so aus:

  1. Eph. 4, 2+3: "Mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld vertraget einer den andern in der Liebe und seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder gehen freundlich miteinander um und halten zusammen.

  2. Eph. 4, 7-16: Gemeindeglieder sind von Jesus Christus ausgestattet worden mit Gaben und Fähigkeiten (Vers 7), die sie ausbilden lassen sollen zum Dienst (Vers 12) damit jeder auf seine Weise mithelfen kann (Vers 16).

    Mit anderen Worten: Weil jedes Gemeindemitglied ein wesentlicher Teil des Gemeindelebens ist, nehmen Gemeindemitglieder am Gemeindeleben Teil.

  3. Eph. 4, 22-24: "So legt nun von euch ab ... den alten Menschen ... erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder schreiten voran in Befreiung, Heilung und Erneuerung.

  4. Eph. 4, 25: "Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir untereinander Glieder sind."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder belügen einander nicht.

    Wer heil ist, kann lachen
  5. Eph. 4, 26+27: "Zürnet, und sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder bleiben nicht unversöhnt miteinander.

  6. Eph. 4, 28: "Wer gestohlen hat der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder leisten einen finanziellen Beitrag zum Gemeindeleben.

  7. Eph. 4, 29: "Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen, sondern was nützlich zur
    Besserung ist, wo es not tut, daß es holdselig sei zu hören."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder reden nicht schlecht übereinander.

  8. Eph. 4, 30: "Und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch auch vergeben hat in Christo."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder achten und bewahren das geistliche Klima durch Liebe, Annahme und Vergebung.

    Zusammenhalten heißt füreinander beten
  9. Eph. 5, 15: "Sehet nun zu, wie ihr sorgfältig wandelt ..."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder führen ein geordnetes Leben.

  10. Eph. 6, 18: "Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen."

    Mit anderen Worten: Gemeindemitglieder beten füreinander.


Das ist die der Lebenstil, den der Heilige Geist durch die Mitglieder der Familie Gottes ausleben möchte. Das ist es auch, was von einem Gemeindemitglied erwartet werden kann und wird. Und weniger wollen und werden wir auch nicht erwarten.