Der nahbare Gott
Eigentlich ist Nähe eine Sache der Örtlichkeit. Ein Auto kann z.B. nahe an der Mauer geparkt sein. Aber Nähe kann ein
Mensch auch fühlen. Man kann z.B. einem Menschen die Augen verbinden und ganz leise auf ihn zugehen und er wird
merken, wenn ihm dann jemand für seinen Geschmack zu nahe kommt.
Die Nähe Gottes kann man als Mensch auch fühlen. Vielleicht sind aus diesem Grund die Götzen und Götter aus Holz, Stein
usw. Diese können uns nicht nahe kommen.
Aber wir können auch Menschen zu Göttern machen. Das geht schnell. Man muss nur hartnäckig genung alles von einem
anderen erwarten und kann ihn dann aussaugen bis auf's Letzte. Das jedoch sollten wir lieber mit dem einen lebendigen Gott
tun, denn Menschen sind damit überfordert.
Ein Gott zum Anfassen
Johannes schreibt in seinem 1. Brief im 1. Vers: "Was von allem Anfang an da war, was wir gehört haben, was wir mit
eigenen Augen gesehen haben, was wir angeschaut haben und betastet haben mit unseren Händen, nämlich das Wort, das
Leben bringt - davon reden wir."
Soviel steht fest: Jesus hat sich anfassen lassen. Jesus hat Menschen an sich ran gelassen. Er ist zu den Menschen auf
der Straße gegangen und hat sich bei ihnen eingeladen, wie z.B. bei Zachäus. Einmal kam eine Frau in das Haus, in das
Jesus zum Essen eingeladen war und wusch ihm die Füße mit ihren Tränen und trocknete sie anschließen mit ihren Haaren.
Diese Frau war eine stadtbekannte Schlampe. Aber sie durfte Jesus ganz nahe kommen. Was für eine Nahbarkeit!
Aber da ist ein Rythmus zu beobachten: Jesus hat sich abgesetzt und die Nähe zu seinem Vater gesucht. Er hat
Menschen nahe kommen lassen und ist dann Gott nahe gekommen. Das eine braucht und bedingt das andere.
Aber wie steht das mit uns? Lassen wir Gott nahe an uns ran? Oder halten wir ihn lieber auf Distanz? Ist Dir schon mal
jemand zu nahe gekommen und hat etwas kaputt gemacht? Und jetzt lässt Du keinen mehr ran oder gar rein.
Angst blockt ab
Angst schaft Distanz, um sich in Sicherheit zu bringen. Aus schlechen Erfahrungen heraus haben viele Menschen
Festlegungen getroffen. Ich selbst hatte früher mal ein Cabrio. Damals war das mit dem Dach noch ein ziemlicher Aufwand. Und
dann hatte ich auch einen Unfall damit. Dann wollte ich nie wieder ein Cabrio haben. Jetzt hab' ich wieder eines. Warum?
Weil die Dinger beser geworden sind. Das Dach kann man jetzt automatisch auf und zu machen, die B-Säulen sind viel
stabiler geworden, es gibt Überrollbügel und Airbags.
Ja, die Dinge sind besser geworden: Jesus wohnt jetzt in Dir. Du bist nicht mehr allein und wirst es nie wieder sein. Du
bist durch und durch geliebt und brauchst wirklich keine Angst mehr zu haben. Du kannst also Deine Festlegungen
wiederrufen und rückgängig machen. Denn wenn Deine Sicherheit bei Gott liegt, wovor brauchst Du Dich dann noch zu
fürchten?
Ergo:
Erstens: Löse die alten, überkommenen Festlegungen in der Kraft des
amens Jesu auf
Zweitens: Formuliere eine neue Wahrheit aus dem Wort Gottes und lass
Dein Inneres heil werden.
Drittens: Übernimm Verantwortung für Dein Leben und wehre Dich in der
Kraft des Heiligen Geistes gegen Übles aller Art.
Viertens: Entdecke Deine Sehnsucht nach Gott, suche und spüre seine
Nähe und trag' etwas von dieser Nahbarkeit für Menschen in Deine Welt hinein.