Gemeindefreizeit 2010 im Kath. Evangelisationszentrum St. Petrus in Otzing
Über die Ostertage waren wir als Gemeinde im kath. Evanglisationszentrum St. Petrus in Otzing, um unsere "Mission" als Gospelgemeinde Vilsbiburg nach mehr als zehn Jahren unter die Lupe zu nehmen, zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren. Als Referent und Moderator bei diesem Prozess stand uns Dr. Jörg Schmidt, der Gründer des fegw mit Rat und Tat zur Seite.
Bisher verstanden wir unsere Ausgabe wie folgt: Neuen geistlichen Lebensraum schaffen. Die Leitverse dazu stehen im Propheten Jesaja, im Kapitel 54, Verse 2: "Mache den Raum deines Zeltes weit und breite aus die Decken deiner Wohnstatt; spare nicht! Spanne deine Seile lang und stecke deine Pflöcke fest!" Als erstes definierten wir, was neuer geistlicher Lebensraum ist:
- Wo man zuhause ist bzw. sich zuhause fühlt
- Wo man wachsen und werden kann
- Nicht Gebäude, sondern Menschen
- schaffen bezieht sich auf etwas, das noch nicht da ist
- "Zugezogene" fühlen sich sehr schnell aufgenommen und wie "Einheimische"
- Junge Eltern mit Kindern finden für sich und ihren Nachwuchs ein gutes Umfeld
- Es gibt eine breite soziale Schichtung vom "HartzIV-ler" bis zum Unternehmer
- Es gibt ein stabiles, aber nicht enges Wertesytem
- Es sind meist nicht mehr als max. 30 Minuten Fahrtzeit
- Es gibt eine sehr hohe Gastfreundschaft
- Die Gemeinde-Mitglieder sind meist freundschaftlich miteinander verbunden
- Das geistliche Leben ist gesund und "macht nicht krank"
- Es gibt gute Lehre, die einem hilft, geistlich zu wachsen und voran zu kommen
- Man kann den Menschen dort Aufrichtigkeit und Echtheit abspüren
- Viele haben da "ihren Platz" gefunden
- Selbst für "Eigenbrötler" ist Platz
- Menschen werden gefördert und können sich mit ihren Gaben einbringen und entfalten ... und vieles andere mehr ...
- Viele kommen nicht mehr und eigentlich wissen wir nicht warum - das enttäuscht uns
- Wir haben viel in Menschen investiert - und für manche ist es immer noch nicht genug
- Gute Dinge werden manchmal leichtfertig schlecht geredet - das tut weh ...
- Manchmal fühlen wir uns zu wenige an der Zahl, um der Vielzahl der Aufgaben gerecht zu werden
- Wir können Menschen gut annehmen, sie fördern - und dann müssen wir sie wieder ziehen lassen
In einer weiteren Einheit haben wir uns dann als Gemeinde im Licht von 8 Kennzeichen gesunder und wachsender Gemeinden betrachtet.
Hier ist das Ergebnis:
Die Idee ist eine ganz einfache: Wie bei einer Wassertonne, die aus verschieden hohen Dauben zusammengebaut ist, bestimmt die niedrigste, wieviel Wasser die Tonne fassen kann. Das ist, wo angesetzt werden muss, damit sich die Kapazität wieder erweitern kann.
Unser derzeitiger Minimum-Faktor ist der "Außendienst". Entsprechend gibt es da Handlungsbedarf.
Unter all den Dingen, die wir für denkbar und auch machbar halten, haben wir uns dann auf die folgenden verständigt:
- Wir halten Ausschau nach evangelistisch begabten und geeigneten Personen (wie z.B. Johannes Livelli) und werden versuchen, sie für eine (zumindest zeitweise) Mitarbeit in unserer Gemeinde zu gewinnen.
- Wir werden in unseren Gebeten und Gebetstreffen anhaltend für Menschen beten, die in unserem Umfeld leben und noch nicht für Christus gewonnen sind.
- Das Team des "Actions-Treffs" soll Angebote für Eltern entwickeln von den Kids, die zu diesen Veranstaltungen kommen.
- Tom Vaasen will so etwas wie einen "Stammtisch/Männerabend" ins Leben rufen und anbieten.
- Wir werden vermehrt darauf achten, dass wir wieder in der regionalen Tageszeitung und den Anzeigenblättern zu finden sind.
- Zweimal im Jahr wollen wir versuchen, ein Musik-Event für Jugendliche auf die Beine zu stellen.
- Als Gemeinde wollen wir Seelsorge auch für Nicht-Mitglieder anbieten.
Also packen wir's an!