Wie können wir tun, was Jesus tat?
Gemeindefreizeit im kath. Evangelisationszentrum St. Petrus in Otzing bei Plattling
mit Johannes Livelli
Ich werde gesehen, nicht nur gehört!
Der Leitsatz dieses Wochenendes ist Jh. 14,12: " Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird grössere als diese tun, weil ich zum Vater gehe."
- Ein Satz, der bei vielen Frust auslöst
- Ein Satz, der deshalb häufig relativiert wird
- Ein Satz, mit dem Jesus überzeugen will
- Ein Satz, der ein Ziel verfolgt: Wir sollen gesehen werden, damit durch uns eine andere Person (der Vater) geehrt wird.
Christen in den letzten 2000 Jahren wurden oft gehört, aber zu wenig gesehen
-
Die Menschen hörten Jesus zu, weil sie sahen, was er tat.
- Jesus war ein Mann der Worte und der Tat.
- Wir können nicht erwarten, dass Menschen uns zuhören, ohne die Kraft Gottes zu sehen.
- Jesus warnte die Jünger davor, das Wort Gottes ohne die Kraft des Heiligen Geistes weiterzugeben.
Die Unwilligkeit überwinden, die Botschaft weiterzugeben
Diese Unwilligkeit nährt sich aus einem falschen Selbstverständnis (Identität), Menschenfurcht, Bequemlichkeit,
Unwissenheit, mangelndem Sendungsbewusstsein und mangelndem Gottvertrauen.
Jesus bettelt Menschen nicht darum, ihm nachzufolgen.
Es ist das grösste Privileg des menschlichen Lebens, in einer gefallenen Schöpfung
mit dem lebendigen Gott versöhnt zu leben.
Die Weitergabe des Evangeliums ist nicht etwas, das wir Spezialisten überlassen
können. Jeder, der Jesus kennt, ist ein Botschafter des Reiches Gottes. Die Botschaft, die er bringt, ist lebensnotwendig.
Menschen um Dich herum warten darauf, dass Du Dich zeigst! (Röm. 8,19)
Was wir tun, wenn wir bereit sind, auch gesehen zu werden
- Jesus glauben, dass ich seine Werke tun kann
- Dem Missionsbefehl gehorchen
- Die Zeichen des Reiches Gottes zeigen, auch ohne sie zu erklären
- Die Werke Jesu in der Fülle kennen
- Die Taten Jesu in meinem Leben als Verheissung und nicht als Bedrohung verstehen
Tun, was Jesus getan hat: Verheissung oder Bedrohung?
Folgende Werke sind mir von Jesus bekannt:
- Er bezeugte das Reich Gottes.
- Er heilte viele Menschen.
- Er befreite viele Menschen von den Mächten der Finsternis.
- (Ergänze die Liste)_____________________________________________________
Ein Leben voller Abenteuer und Spannung
Das Leben als Christ in Deutschland im 21. Jahrhundert
- Der Sinn des Lebens ist Beziehung. Beziehung zu Gott und zueinander.
- Die meisten Menschen in Deutschand haben Schwierigkeiten mit Beziehungen.
- Das durchschnittliche Leben von Christen bei uns ist deshalb geprägt von Langeweile.
Langeweile können wir bei den Menschen des Neuen Testaments nicht finden. Die Gründe dafür sind:
- Keiner oder sehr wenige Personen aus der Umgebung waren Christen.
- Das Leben als Christ barg enorme Risiken.
- Das Leben in der Kraft des Heiligen Geistes war christliche Normalität.
- Der Missionsauftrag war verstanden worden.
- Trotzdem waren auch die frühen Christen gefährdet, in ein Leben der Bequemlichkeit abzurutschen.
Bezeugen, heilen und befreien:
Ein Programm, das voller Spannung ist
Die Botschaft vom Reich Gottes wird bekräftigt von Zeichen der Kraft Gottes.
Bezeugen, heilen und befreien gehören unabdingbar zusammen.
Ein Problem ist, dass Deutsche Angst vor Sensationsgier haben.
Frag' Dich mal: Wie würde sich bezeugen, heilen und befreien in Deinem Umfeld auswirken?
Bezeugen: Das Wesentliche sagen
Unser Auftrag ist zu be-zeugen, nicht zu über-zeugen.
Das Wesentliche ist das, was der andere an Botschaft braucht.
Jede Zeit ist eine gute Zeit!
Heilen und Befreien: Zeichen der Wiederherstellung des Menschen
Im Reich Gottes wirst Du heil und frei, zumindest sollte es so sein.
Gott gibt diese Vollmacht allen Menschen, die ihm nachfolgen. (siehe Lk. 10, 1-24; Mk.16, 17-18; Apg. 8,4-8)
Jesus gibt uns kein System. Er heilt und befreit immer anders.
Zeichen sind eine Notwendigkeit in unserem Umfeld.
Wie? Spektakulär unspektakulär! Und natürlich übernatürlich!
Heilen und Befreien: Die Fallen sind für alle dieselben
Falle 1: Wir haben unterschiedliche Voraussetzungen.
Falle 2: Heilung und Befreiung sind Aufgaben für Spezialisten.
Falle 3: Wir geben uns mit Unheilem und Unfreiem zufrieden.
Falle 4: Wir sind frustriert, weil es nicht häufig genug funktioniert.
Wo liegen Deine Barrieren?
Ausgerüstet für ein Abenteuer
Ostern feiern wir als einen wichtigen Schritt zu einem Ziel. Denn Jesus starb für uns mit einem Ziel.
- Es ist vollbracht!
- Es ist noch nicht erfüllt!
- Für uns ist es besser, dass Jesus nicht körperlich da ist. (Jh. 16,7)
- Der Heilige Geist ist von Jesus zu uns als Ausrüstung gesandt.
Die Ausrüstung ist perfekt!
Der Heilige Geist ist unser Beistand und Tröster. (Jh. 16,7)
- Er überführt von Sünde, weil sie nicht an ihn glauben. (Jh. 16,9)
- Er überführt von Gerechtigkeit, weil wir Jesus nicht mehr sehen. (Jh. 16,10)
- Er überführt von Gericht, weil der Teufel gerichtet ist. (Jh. 16,11)
- Er leitet uns in die ganze Wahrheit, weil er redet, was er hört. (Jh. 16,13)
- Er verkündet uns das Kommende. (Jh.16,13)
- Er verherrlicht Jesus, weil alles, was er verkündigt, von Jesus kommt. (Jh. 16,14-15)
Die Ausrüstung ernst nehmen
Eines der grössten Probleme der Christen in der Kirchengeschichte ist, dass sie die Ausrüstung des Heiligen Geistes
nicht ernst genommen haben. Die Gaben des Geistes ohne die Frucht des Geistes zu leben, birgt Gefahr, aber die Frucht
des Geistes ohne diese Ausrüstung zu leben, ist verschwenderisch.
Ohne die Ausrüstung der Geistestaufe geht es nicht. (Apg. 1,4-5)
Die Veränderung im Leben der Jünger ist enorm. (Apg. 2)
Die Ausrüstung muss immer wieder aufgefrischt werden. (Apg. 4,31)
Die Gaben des Geistes sind notwendig, um Menschen zu erreichen.
Wir sollen nach diesen Gaben aktiv verlangen. (1. Kor. 14,1)
Die Kraft des Heiligen Geistes empfangen
Jesus tauft mit dem Heiligen Geist. (Mt. 3,11; Jh. 1,33; Apg. 1,5)
Die Jünger warteten aktiv auf ihre Ausrüstung. (Apg. 1,12-14; Apg. 2,1)
Die Jünger wussten nicht, wie es geschehen soll. Dann soll uns auch egal sein, wie es geschieht.
Jedenfalls wollen wir diese Ausrüstung!
Empfangen bedeutet nämlich, dass es etwas gibt! Und Empfangen verpflichtet zum Weitergeben!
Die Ausrüstung gebrauchen
Die Ausrüstung ist für Deinen Alltag da. Die Gemeinde ist ein Trainingsort und
bestenfalls ein Ort des Gebrauchs. (Apg. 3,1-11; Apg. 5,1-11)
Keiner ausser Dir ist verantwortlich dafür, dass Du die Ausrüstung gebrauchst.
Eine Ausrüstung, die nicht gebraucht wird, ist sinnlos.
Zur Ausrüstung gehört z.B.:
- Die Geistesgabe der Weissagung (Rö. 12,6; 1. Kor. 12,10)
- Lehre (Rö. 12,7)
- Ermahnung (Rö. 12,8)
- Das Wort der Weisheit (1. Kor. 12,8)
- Das Wort der Erkenntnis (1. Kor. 12,8)
- Glaube (1. Kor. 12,9)
- Heilungen (1. Kor. 12,9)
- Wunderwirkungen (1. Kor. 12,10)
- Unterscheidungen der Geister (1. Kor. 12,10)
- Verschiedene Arten von Sprachen (1. Kor. 12,10)
- DieAuslegung von Sprachen (1. Kor. 12,10)
Umgang mit der Ausrüstung
Ob es eine Gabe des Geistes ist, entscheidet nicht die Wirkung.
Wir müssen niemandem etwas beweisen.
Mut zum Fehler gehört dazu.
Jeder darf alles prüfen.
Wollen wir, dass alle Gaben freigesetzt werden?
Den Ballast abwerfen
Die Ausrüstung ist für Dich!
Das Berufungsverständnis klären:
Jesus befähigt die Berufenen und beruft nicht die Befähigten.
Festlegungen brechen!
Auch wenn niemand an Dich glaubt, ändert das nichts an Deiner Berufung und Deinem Auftrag.
Das Abenteuer findet nicht auf der Couch statt!
Es findet jetzt statt oder nie!
Die Kosten können hoch sein, aber es ist den Aufwand wert! Es ist ein Leben, in dem man nie weiss, was kommt. Aber wer
keinen Grund hat, für den er sterben würde, dessen Leben schmeckt auch irgendwie fade.
Für Jesus zu leben ist manchmal schwieriger, als für ihn zu sterben!
Nicht auf der Couch zu bleiben, ist ein Entschluss. Triff ihn!
Nicht auf die Couch zurückzukehren, erfordert Disziplin. Bring' sie auf!
"Abenteuer spielen"
Christen neigen dazu die Kirche zu ihrem Abenteuerspielplatz zu machen. Aber das Reich Gottes ist in der Welt.
Statt "Heile Welt", "Heile die Welt!" Denn so sehr hat Gott diese Welt geliebt ... Das ist tödlicher Ernst.
Angst vor Abenteuer:
Angst gehört dazu. (Jh. 16,33) Aber der Trost kommt von dem, der die Welt überwunden hat. Er ist die Überwindung von
Angst!
Das Gegenmittel von Angst heisst Liebe. (Jh. 4,18)
Ein Abenteuer ist etwas, das Du nicht abschätzen kannst. Aber Du kannst auf Deiner Reise einen Notruf absetzen!
(siehe Mt. 14,30)
Willst Du Erster sein? (Phil. 3,13-14) Dann liefere Dich dem unsichtbaren Führer aus.
- Ausliefern, weil wir den Weg nicht kennen
- Ausliefern, weil unser Führer vertrauenswürdig ist
Ein neuer Lebensstil erfordert eine neue Denkweise
Ich besinne mich auf das Wesentliche. Ich weiss, dass schwierige Phasen dazugehören. Es gibt Wege, die noch nie
jemand vor mir gegangen ist. Keiner muss aufgeben, bevor er nicht das Ziel erreicht hat.
Was wir brauchen ist die Bereitschaft lebenslang zu lernen - und lebenslang zu dienen. Wir sollten alles in Frage stellen,
was wir bisher wussten und die Abenteuerlust der Evangeliumsverkündigung spüren.
Und los geht's immer mit dem ersten Schritt! Also los!