Vereint durch den Heiligen Geist
Jesus betet: "Ich habe ihnen die gleiche Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast,
damit sie eins sind."
(Joh. 17, 22)
Was ist die Herrlichkeit Jesu?
Phil. 2, 5-8: "Habt im Umgang miteinander stets vor Augen, was für einen Maßstab Jesus Christus gesetzt hat: Er war in
allem Gott gleich, und doch hat er nicht auf seiner Herrlichkeit bestanden.
Er gab alle seine Rechte auf und wurde einem
Diener gleich. Er teilte das Leben der Menschen in dieser Welt und
erniedrigte sich im Gehorsam gegen Gott."
Herrlichkeit in den Augen Gottes ist:
- wenn man nicht auf seiner Ehre besteht
- wenn man seine Rechte aufgeben kann
- wenn man sich erniedrigen und dienen kann.
"Gemeinde ist der Ort, wo solche Personen, mit denen Du eigentlich nie zu tun haben wolltest, immer da sind." (Henry Nouwen)
Das macht Gemeinde so ideal:
- zum Lernen, auf seine Ehre zu verzichten
- zum Lernen des Rechte-Aufgebens
- zum Lernen, sich zu erniedrigen
- zum Dienen-Lernen
Barmherzigkeit statt Religion
Mat. 9, 10-13: "Später, als Jesus mit seinen Jüngern im Haus von Matthäus beim Abendessen war, kamen etliche Leute mit einem schlechten Ruf und gesellten sich dazu. Als die Pharisäer sahen, dass Jesus diese Art von Gesellschaft nichts ausmachte, bekamen sie fast einen Anfall und nahmen sich die Jünger zur Brust: 'Was für ein Beispiel gibt eurer Lehrer da ab? Der macht es sich mit Gaunern und Gesindel gemütlich!' Jesus hörte das und konterte: 'Wer braucht denn einen Arzt? Die Gesunden oder die Kranken? Geht hin und findet heraus, was die Schrift meint, wenn es heißt: Ich suche Barmherzigkeit und nicht Religiösität. Ich bin hierher gekommen, um die Außenseiter einzuladen, nicht die Mitglieder."
Jesus versus die Pharisäer
Jesus ist einschließend - die Pharisäer sind ausschließend.
Jesus öffnet die Arme - die Pharisäer kehren den Rücken zu.
Jesus ruft zur Einheit - die Pharisäer fordern Einförmigkeit.
Jesus vergibt - die Pharisäer verbieten.
Jesus fördert und entwickelt - die Pharisäer fordern und entwerten.
Jesus schaut Menschen an und lächelt - die Pharisäer rollen mit den Augen und grinsen.
Jesus sagt: Was, Du bist nicht gut genug? O.K. Ich wähle Dich!
Warum Gemeinde?
Gott errettet Menschen als Individuen, aber sobald sie errettet sind, fügt er sie der Gemeinde hinzu. (siehe
Apg. 2, 47) Denn nur in einer Gemeinschaft von Gläubigen kann die Liebe Gottes sichtbar gemacht werden. Ein einzelner
Mensch kann das gar nicht. Denn Gemeinde ist oder sollte sein: Der fortgesetzte
Ausdruck von Jesus hier auf Erden.
Ein Wort zum Sonntag:
"Einige haben sich angewöhnt, den Gottesdiensten und Versammlungen der Gemeinde fernzubleiben.
Das ist nicht gut!" (Heb. 10, 25)
Die Glaubwürdigkeit der gesamten Mission Jesu Christi steht und fällt mit dem, wie wir als Gemeinschaft miteinander
leben. Denn Jesus hat gesagt: "So wie wir sollen auch sie in uns eins sein, damit die
Welt glaubt, dass du mich gesandt hast." (Joh. 17, 21)
Wie man sonntags auch gut lebt:
- Genieße Deine Gegenwart und die Deiner Frau, statt mit ihr zusammen die Gegenwart Gottes.
- Verzichte darauf, die Stimme des Hirten zu hören. Der könnte was sagen, was Dir die Laune verdirbt.
- Dreh' Dich um Deine Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche. Das ist das Wichtigste überhaupt!
- Lebe so, als ob das ganze Leben nur um Dich geht. Die andern sollten das auch so machen. Dann ginge es ihnen auch so gut wie Dir.
- Sei gut zu den Leuten, solange sie Deinen Zwecken dienen. Aber wenn sie Dich frustrieren sollten ... lass das bloß nicht mit Dir geschehen!
- Versuche zu punkten.
- Verlier' den Punktestand nie aus den Augen.
- Staple die 'Fouls' der andern auf.
- Poche auf Deine Rechte.
- Bewahre Dein Image.
- Rechtfertige Dein Tun und Handeln.
- Sei barmherzig mit Dir.
- Aber sei sehr streng mit den andern.
- Lass nicht zu, dass jemand außer Dir mit seiner Vergangenheit fertig wird.
- Erinnere die andern immer an ihre Fehler.
Um alles in der Welt umgib Dich mit Leuten, die Dir alles sagen, was Du hören möchtest - nur nicht die Wahrheit!
Wenn Du Dich an diese Regeln hältst, dann versichere ich Dir, dass Du 'der Gewinner' sein wirst, aber auch, dass es Dir gelingen wird
- die Stimmung zu vermiesen
- das Band des Frieden zu zerschneiden und
- das Herz Gottes - zumindest das des Pastors - zu betrüben.
Wenn nicht, dann:
- "Macht einander Mut und helft euch gegenseitig weiter." (1. Th. 5, 11)
- "Seid ein jeder Teil (am Leib Christi), der sich um den anderen kümmert." (1. Kor. 12, 25)
- "Eure Liebe zueinander und zu allen Menschen wachse und werde überströmend." (1. Th. 3, 12)
- "Setzt alles daran, dass ihr in Frieden miteinander lebt und einander im gemeinsamen Glauben fördert." (Röm. 14, 19)
- "Habt Geduld füreinander und sucht in Liebe miteinander auszukommen." (Eph. 4, 2)
- "Helft einander, eure Lasten zu tragen." (Gal. 6, 2)
- "Bemüht euch stets, das Gute zu tun, im Umgang miteinander und mit allen Menschen." (1. Th. 5, 15)
- "Ertragt einander! ... und vergebt einander, so wie der Herr euch vergeben hat." (Kol. 3, 13)
- "Achtet den Bruder oder die Schwester mehr als euch selbst. Und denkt nicht an euren eigenen Vorteil, sondern an den der anderen, jeder und jede von euch!" (Phil. 2, 3+4)
- "Liebt einander von Herzen als Brüder und Schwestern, und ehrt euch gegenseitig in zuvorkommender Weise." (Röm. 12, 10)
Appell:
Lass den Heiligen Geist Dein Leben wieder in die Nachfolge Jesus hineinbringen. D.h.:
- Bezahle den Preis und gewinne den Preis.
- Es kostet Verlust und bedeutet Gewinn.
- Es kostet den Tod und bringt neues Leben.
- Es kostet Demütigung und führt zur Ehre.